KI-Dokumentenverarbeitung: Ins ERP geht nur, was zur Bestellung passt

KI-Dokumentenverarbeitung heißt bei uns: Auftragsbestätigungen, Lieferscheine, Frachtpapiere und Prüfzeugnisse Ihrer Geschäftspartner werden erkannt, ausgelesen und gegen Bestellung und Stammdaten geprüft, bevor ein Feld ins ERP geht. Die KI-Implementierung liefern wir Betrieben im DACH-Raum im Werkvertrag nach deutschem Recht; Abweichungen und unsichere Werte landen mit Fundstelle im Dokument bei Ihren Leuten.

Heute öffnet jemand in Einkauf oder Auftragsabwicklung jedes Papier, legt Preis, Menge und Termin neben die Bestellung und tippt ab; ein falsch bestätigter Liefertermin kann so erst an der Rampe auffallen. Über eine Preisabweichung entscheidet nie das Modell, und wer strukturierte EDI-Daten bekommt, braucht eine Schnittstelle statt KI. Unsere Anwendungen betreiben wir auf eigenen Servern bei Hetzner in Deutschland und der EU.

Für wen

  • Einkaufsabteilungen, die Auftragsbestätigungen gegen die eigene Bestellung halten und einen verschobenen Termin erst beim zweiten Lesen bemerken.
  • Wareneingang und Logistik, wo Lieferscheine und Frachtpapiere als Scan, Foto oder PDF eintreffen und die Buchung wartet, bis jemand abgetippt hat.
  • Qualitätssicherung in Fertigung und Großhandel, die Prüfzeugnisse der richtigen Charge zuordnen muss und im Ordner sucht, sobald ein Kunde nachfragt.
  • Geschäftsführer, die vor dem ersten Durchlauf wissen wollen, welche Angaben ein Sprachmodell zu sehen bekommt und wer bei einem unsicheren Wert entscheidet.

Was Sie bekommen

  1. Dokumentart erkennen, bevor ausgelesen wird

    Zuerst ordnet das Modell jeden Eingang einer Art zu: Auftragsbestätigung, Lieferschein, Frachtbrief, Prüfzeugnis, Datenblatt, Bestellung als PDF. Was sich keiner Art sicher zuordnen lässt, wird nicht ausgelesen, sondern geht an die zuständige Stelle.

  2. KI-Dokumentenverarbeitung mit Abgleich gegen Bestellung und Stammdaten

    Positionen, Mengen, Preise, Liefertermine, Artikel- und Chargennummern werden gegen die offene Bestellung und die Stammdaten gehalten. Stimmt alles, liegt der Datensatz zur Übernahme bereit; weicht ein Wert ab, entsteht eine Klärung mit beiden Werten nebeneinander.

  3. Konfidenzwert und Fundstelle für jedes Feld

    Jedes ausgelesene Feld trägt einen Konfidenzwert. Unterschreitet er die vereinbarte Schwelle, wird das Feld mit markierter Stelle im Original vorgelegt: Die Sachbearbeitung sieht Seite und Zeile, statt das PDF neu zu durchsuchen.

  4. Zeugnisse an der richtigen Charge

    Chargennummer, Norm und Prüfwerte aus Prüfzeugnissen werden mit Wareneingang und Artikel verknüpft; stehen Sollwerte in den Stammdaten, wird dagegen geprüft. Fragt ein Kunde nach dem Zeugnis zu einer Lieferung, findet man es über die Charge statt über den Dateinamen.

  5. Übergabe ans ERP erst nach bestandener Prüfung

    Geschrieben werden nur Datensätze, die den Abgleich bestanden haben oder ein Mensch freigegeben hat, per vorhandener Schnittstelle, per Import oder über einen eigenen Dienst dazwischen. Der Dienst entsteht in TypeScript und Node.js mit PostgreSQL; seine Anfragen an Sprachmodelle schickt er durch ein eigenes Gateway mit Kostengrenze.

Vom ersten Musterdokument bis zur Abnahme am Prüfsatz

  1. Erstgespräch: welche Papiere wohin gehen

    Rund zwanzig Minuten über Ihren Eingang: welche Dokumentarten, welche Absender, welches System, wer heute prüft. Ob es ein Modell braucht oder eine Schnittstelle genügt, sagen wir im selben Gespräch.

  2. Stichprobe und Angebot mit Abnahmekriterien

    Aus einer Stichprobe echter Dokumente je Art entsteht ein Prüfsatz, dessen richtige Werte Ihre Leute vorab bestätigen. Das Angebot nennt Dokumentarten, Felder, Abgleichsregeln, Schwellen, Abnahmekriterien, Vertragsform, Preismodell und Zeitrahmen.

  3. KI-Dokumentenverarbeitung im Parallelbetrieb zur Handerfassung

    Jede Dokumentart läuft zuerst neben der bisherigen Erfassung und schreibt nichts ins ERP; liest das Modell ein Feld anders als die Sachbearbeitung, wird der Fall einzeln besprochen. Eine Anpassung am Code durchläuft erst die Prüfung durch unsere KI-Werkzeuge, bevor ein Entwickler sie gegenliest.

  4. Abnahme am Prüfsatz, dann Freischaltung

    Abgenommen wird gegen die vereinbarten Kriterien, gemessen am Prüfsatz; erst danach schreibt die Anbindung ins ERP. Sie erhalten Dokumentation und Zugänge; in einer Einweisung lernen Ihre Leute, Schwellen und Prüfregeln selbst nachzustellen.

Abnahme statt Versprechen

Schon vor dem Start legt das Angebot fest, woran abgenommen wird: welche Dokumentarten erkannt werden, welche Felder gegen Bestellung und Stammdaten laufen, unterhalb welches Konfidenzwerts ein Feld an einen Menschen geht und welche Fälle das System nie allein übernimmt.

Bevor Sie uns das erste echte Dokument zeigen, schließen beide Seiten eine gegenseitige Geheimhaltungsvereinbarung. Frachtpapiere und Lieferscheine können Namen und Anschriften tragen; verarbeiten wir diese personenbezogenen Daten für Sie, regelt das ein Auftragsverarbeitungsvertrag. Welche Felder ein Sprachmodell sieht, ob vorab etwas geschwärzt wird, technische Maßnahmen und Unterauftragnehmer halten wir im Angebot fest.

Die Umsetzung läuft im Werkvertrag zum Festpreis mit Abnahme, danach gelten die gesetzlichen Mängelrechte; eine vorgeschaltete Eignungsprüfung Ihres Dokumenteneingangs ist Beratung im Dienstvertrag nach Tagessatz. Die Aufgaben im Projekt teilt unsere Projektleitung zu. Die Nutzungsrechte an dem eigens für Ihr Projekt geschriebenen Code gehen nach vollständiger Bezahlung auf Sie über.

KI-Dokumentenverarbeitung: offene Fragen aus Einkauf und Logistik

  1. Wie genau ist KI-Dokumentenverarbeitung?

    Das hängt von Dokumentart, Scanqualität und Vielfalt der Absender ab; eine Quote vorab wäre geraten. Gemessen wird am Prüfsatz aus Ihrem Eingang, und Werte unter der vereinbarten Schwelle gehen nicht ohne Prüfung ins ERP.

  2. Welche ERP-Systeme lassen sich anbinden?

    Das System, das bei Ihnen läuft. Welche Schnittstelle Ihr ERP bietet, prüfen wir vor dem Angebot am System selbst.

  3. Wie entsteht der Preis einer KI-Implementierung?

    Er richtet sich nach der Zahl der Dokumentarten, der Vielfalt der Layouts und den Prüfregeln. Sinnvoll ist der Start mit einer einzigen Dokumentart, etwa der Auftragsbestätigung.

  4. Was geschieht mit Stempeln und Handschrift auf eingehenden Papieren?

    Handschrift und Stempel liest das Modell mit, übernimmt sie aber nur bei ausreichendem Konfidenzwert; sonst geht das Dokument mit markierter Fundstelle an die zuständige Person. Berichtigte Fälle kommen in den Prüfsatz, damit die nächste Messung einen wiederkehrenden Fehler zeigt.

Welche Abweichung ist bei Ihnen zuletzt erst im Wareneingang aufgefallen?

Schreiben Sie, welche Papiere Ihre Lieferanten und Spediteure schicken und in welches System ihre Daten heute abgetippt werden. Wir sagen dann, welche Dokumentarten sich eignen, wo eine feste Regel genügt und mit welchem Dokument wir beginnen würden.